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Heimat im Alten Testament

Mittwoch, 18. April 2018, 19:00 bis 20:30 Uhr

«Schlimm ist ein Leben von einem Haus zum andern; wo du fremd bist, darfst du den Mund nicht auftun» (Sirach 29,30). Diesen Satz hätten sich wohl viele Israeliten zu ei-gen gemacht, die im Alten Testament nicht zu Worte kommen. Nicht dort beerdigt zu werden, wo man herkam, war für viele eine schreckliche Vorstellung. Fern von der Heimat zu leben, bedeutete für die einfachen Israeliten vor allem: im Ge-folge von Kriegen und Verarmung in Sklaverei zu geraten und fern der Heimat und ge-trennt von der eigenen Familie sein Dasein fristen zu müssen. Fremde Länder konnten für einige auch zur Heimat werden, zuvörderst Babylon und Ägypten, wo es ihnen zum Teil viel besser ging; als sich ihnen die Gelegenheit bot, nach Hause zurückzukeh-ren, lehnten die meisten unter ihnen dieses Angebot ab. Jerusalem verwandelte sich ihnen in eine rein geistige Heimat, nach der man sich mit den Worten zurücksehnte: «Nächstes Jahr in Jerusalem». In der globalisierten Welt von heute gewinnt der Heimatbegriff nicht nur neue Dimen-sionen, sondern auch an Brisanz.

Eine Veranstaltung von:
Forum für Zeitfragen
Christlich-Jüdische Projekte
Kirchgemeinde Gundeldingen-Bruderholz
Fachstelle für Genderfragen und Erwachsenenbildung der ERK BL

Ort: 
Zwinglihaus, Gundeldingerstrasse 370, Basel

Kosten: 
25 Franken (für beide Abende) werden vor Ort erhoben

Anmeldung:
bis 1.4.2018 an das Forum für Zeitfragen, T 061 264 92 00 oder info@forumbasel.ch